Veranstaltung Big Data

Große Datenmengen können wichtige Impulse für strategische Entscheidungen im Unternehmen liefern. Die Kunst besteht jedoch darin, diese Datenmengen richtig zu analysieren und einzusetzen. Gestern fand zu diesem Thema in der Handelskammer Bozen eine Informationsveranstaltung statt. Expert/innen informierten zur Digitalisierung und zu Big Data und stellten Beispiele aus der Praxis vor. Über 100 Interessierte nahmen an der vom Bereich Unternehmensentwicklung der Handelskammer organisierten Veranstaltung teil.

Durch die zunehmende Digitalisierung entstehen große Mengen an Daten und Informationen. Der Begriff „Big Data“ beschreibt das Vorliegen dieser  Datenmengen, welche Unternehmen für strategische Entscheidungen und Geschäftsabwicklungen verwerten können.

Big Data kann von Unternehmen auf verschiedene Art und Weise genutzt werden. Unter anderem können Entwicklungen in Echtzeit verfolgt und Trends am Markt anhand von Social-Media-Analysen frühzeitig erkannt werden. Big Data ermöglicht zudem die Prognose zukünftiger Ereignisse, welche besonders für die strategische Planung relevant sind. Auch kleine Unternehmen können auf Basis der vorhandenen Datenmengen Analysen erstellen und ihre Produktpalette und Marketingstrategien anpassen. Folglich stellt eine intelligente Verarbeitung und Auswertung von Big Data eine Schlüsselkompetenz für Unternehmen dar.

Im Rahmen der Veranstaltung legte Andreas Jedlitschka vom Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) Kaiserslautern die Bedeutung von Big Data für Unternehmen dar. Außerdem ging er auf Erfolgsfaktoren von Big Data Projekten ein. Pasqualina Sacco vom Fraunhofer Innovation Engineering Center Bozen behandelte Fallbeispiele aus Landwirtschaft, Industrie, Umwelt und Baugewerbe.

Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer, ist überzeugt: „Big Data ermöglicht es Unternehmen, ihre Produktion zu flexibilisieren und zu optimieren und treibt Innovationen in der Wirtschaft voran. Daher zählt es zu den bedeutendsten Technologietrends unserer Zeit.“

Die Veranstaltung Big Data ist Teil der Initiative „Digitales Unternehmen“ (PID – Punto Impresa Digitale), das Jahresthema der Handelskammer für 2018. Die Handelskammer Bozen möchte die heimischen Unternehmen dabei unterstützen, die mit der Digitalisierung verbundenen Herausforderungen und Veränderungsprozesse zu meistern. Auf der Internetseite www.digital.bz.it können sich die Südtiroler Unternehmen über Dienstleistungen und Weiterbildungen der Handelskammer zum Thema Digitalisierung informieren.

(c) Quelle Handelskammer Bozen

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Beiträge für die Digitalisierung

Die Handelskammer Bozen vergibt an die Südtiroler Unternehmen Beiträge für Beratungen zur Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen im Betrieb. Ab 1. Mai 2018 können die Beitragsgesuche eingereicht werden.

Warum wird gefördert?
Die Digitalisierung stellt die Unternehmen vor eine große Herausforderung. Das Ziel der Beiträge ist es, die Unternehmen beim Digitalisierungsprozess zu unterstützen.

Wer kann die Unterstützung beantragen?
Kleinst-, Klein- und mittlere Unternehmen können die Unterstützung beantragen. Das Unternehmen muss seinen Geschäftssitz in Südtirol haben, im Handelsregister der Handelskammer Bozen eingetragen sein und die Jahresgebühr bezahlt haben.

Was wird unterstützt?
Es werden Beiträge für Beratungsdienste gewährt, welche helfen innovative Technologien wie moderne Fertigungsverfahren (advanced, additive manufacturing u.a.) einzuführen sowie sich mit Cloud-Lösungen, Big Data, Cyber-Security und E-Commerce beschäftigen.

Wie hoch ist der Beitrag?
Der gesamte Förderbetrag  für diese Ausschreibung beläuft sich auf 150.000 Euro. 50 Prozent der vom Unternehmen getätigten Kosten können rückerstattet werden, wobei die maximale Höhe des einzelnen Beitrags 5.000 Euro beträgt. Die Mindestinvestition seitens des Unternehmens muss hingegen 3.000 Euro betragen. Jedes Unternehmen kann außerdem nur einen Antrag stellen.

Welche Termine gilt es einzuhalten?
Die Anträge können vom 1. Mai 2018, 8:00 Uhr bis 31. Mai 2018, 21:00 Uhr eingereicht werden.

Wer kann mir bei Fragen weiterhelfen?

Dr. Martha Crepaz
Verwaltungstechnische Bearbeitung und Abrechnung der Gesuche
martha.crepaz@handelskammer.bz.it
Tel. 0471 945 557

DDr. Karin Pichler
Initiative Digitales Unternehmen – PID
karin.pichler@handelskammer.bz.it
Tel. 0471 945 531

Dr. Irmgard Lantschner
Initiative Digitales Unternehmen – PID
irmgard.lantschner@handelskammer.bz.it
Tel. 0471 945 657

 

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Wir sind dabei bei Big Data

Informationsveranstaltung

Wie können Unternehmen die Potentiale von Big Data nutzen? Durch die zunehmende Digitalisierung entstehen große Mengen von Daten und Informationen – in Unternehmen, in zivilen Infrastrukturen, im Internet oder in privaten Haushalten. Erfolgreiche Geschäftsmodelle nutzen diese Daten für innovative datengetriebene Dienste. Somit wird Big Data zu einer wichtigen Schlüsselkompetenz für Unternehmen und die Märkte der Zukunft.

Programm

Mittwoch, 11. April 2018
14.00 – 17.30 Uhr
Handelskammer Bozen, 3. Stock

  • Digitalisierung und Big Data
    Was bedeutet das für Ihr Unternehmen? Erfolgreiche Big Data Projekte; Wie macht man das?
    Dr.-Ing. Andreas Jedlitschka, Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) – Kaiserslautern
  • Kaffeepause
  • Fallbeispiele mit Big Data in Landwirtschaft, Industrie, Umwelt und Baugewerbe
    Dr. Pasqualina Sacco, Fraunhofer Innovation Engineering Center –  Bozen
  • Diskussion

Mit Simultanübersetzung.

 

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Elektronische Fakturierung

Kostenlose Plattform

Lieferanten öffentlicher Verwaltungen sind dazu aufgerufen, die Rechnungen zu Lasten der jeweiligen Verwaltungsbehörde ausschließlich in den von den entsprechenden Bestimmungen vorgesehenen Formaten und Modalitäten auszustellen, zu übermitteln und aufzubewahren.

Für Rechnungen an die staatlichen Behörden, an Steueragenturen und Fürsorgeinstitute sind diese Modalitäten seit dem 6. Juni 2014 vorgesehen.

Die Höchstzahl von 24 elektronischen Rechnungen pro Jahr ist mit Erlaubnis des italienischen Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung, aufgehoben worden. Südtiroler Unternehmen können die kostenlose Plattform unbegrenzt nutzen und beliebig viele Rechnungen an öffentliche Verwaltungen ausstellen. Die übermittelten Rechnungen werden von InfoCamere kostenlos archiviert.

Der zur Ausstellung von elektronischen Rechnungen zu Lasten der Handelskammer Bozen notwendige Erkennungscode lautet UFNGMZ.

Link zum Portal

Genauere Informationen dazu finden Sie auf dem Portal für die elektronische Fakturierung von InfoCamere, der Konsortialgesellschaft der italienischen Handelskammern.

Bedienungsanleitung

Wie erstelle ich eine elektronische Rechnung? Erklärung Schritt für Schritt (PDF 1,8 MB)

 

Lassen Sie sich beraten!

 

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Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung DSVGO

Pflichten zum Datenschutz:

Die Privatsphäre der Nutzer von digitalen Medien wird durch verschiedene gesetzliche Bestimmungen geschützt. Bei der Verarbeitung von personenbezogenen Daten von Individuen müssen verschiedene gesetzliche Pflichten beachtet werden. Unter „personenbezogene Daten“ versteht man dabei all jene Daten, welche die Identifizierung einer Person ermöglichen, wie z.B. Name, Steuernummer.

Die Pflichten bezüglich des Datenschutzes sind verschiedenster Art, und reichen von Aufklärungsschreiben über das Einholen der Zustimmung des Betroffenen bis hin zu Meldungen an den „Garante per la protezione dei dati personali“.

Die Aufklärung über die Verarbeitung von personenbezogener Daten muss vor der Datenverarbeitung erfolgen und folgende Mindestinformationen beinhalten:

  • wer ist Inhaber und Verantwortlicher der Datenverarbeitung
  • Dauer, Zweck und Art der Datenverarbeitung
  • ob die Datenvergabe verpflichtend oder freiwillig ist
  • Rechte des Betroffenen (Art. 7)

Die Einholung der Zustimmung zur Datenverarbeitung ist grundsätzlich bei jeder Verarbeitung personenbezogenen Daten notwendig! Außerdem muss die Zustimmung des Betroffenen eingeholt werden, falls die eingeholten Daten für Marketingtätigkeiten verwendet werden sollen.

Nicht notwendig ist das Einholen der Zustimmung in folgenden Fällen:

  • wenn die Daten für die Erfüllung gesetzlicher Pflichten notwendig sind (z.B. Meldungen an das Meldeamt oder die Steuererklärung)
  • wenn die Daten für die Erfüllung vertraglicher Pflichten notwendig sind (z.B. Erfüllung Liefervertrag)
  • wenn die Daten aus öffentlichen Registern stammen (z.B. Grundbuchsdaten)
  • andere Ausnahmefälle

Werden besonders sensible Daten verarbeitet, wie z.B. genetische Daten, Daten über den Gesundheitszustand der Person, oder Daten, welche der Profilanlegung des Betroffenen dienen (siehe Cookies), ist sogar eine entsprechende Meldung an den Garante per la protezione dei dati personali zu tätigen.

Tipp für Unternehmen: Behalten Sie die aktuelle Entwicklungen im Auge! Ab 25. Mai 2018 tritt die neue EU-Datenschutz-Verordnung in Kraft.

Lassen Sie sich beraten!

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Die digitale Dokumentenbox des Unternehmens

Das neue, kostenfreie Portal www.impresa.italia.it für Unternehmer und Unternehmerinnen ermöglicht mittels Smartphone, Tablet und PC die Einsichtnahme in die Auszüge, Bilanzen und Dokumente des eigenen Betriebs. Die sogenannte „digitale Dokumentenbox“ bietet die Möglichkeit, Einblick in die Unterlagen zu erhalten, welche beim SUAP-Schalter eingereicht wurden, die Zahlungen der Jahresgebühren zu überprüfen und Kontakte mit Start-ups zu knüpfen.

Der digitale Wandel ist ein Phänomen, welches nicht nur die Wirtschaft und unsere Gesellschaft betrifft, sondern vor allem auch die Beziehungen zwischen Unternehmen und öffentlichen Körperschaften beeinflusst. Die Handelskammer Bozen unterstützt dabei Südtiroler Unternehmen durch verschiedene Initiativen.
Seit Kurzem gibt es das Portal www.impresa.italia.it, welches von Infocamere für die italienischen Handelskammern entwickelt wurde. Es ermöglicht die Einsichtnahme und das Herunterladen von Informationen und offiziellen Unterlagen des Unternehmens, das Überprüfen der Anträge, die beim Einheitsschalter für gewerbliche Tätigkeiten (SUAP) eingereicht wurden sowie die Kontaktaufnahme und Kooperation mit Start-ups und innovativen KMUs.
Der neue Service ist kostenfrei und kann mit der nationalen Servicekarte (CNS) oder der digitalen Identität (SPID) genutzt werden. Die „digitale Dokumentenbox“ ist Teil des Vereinfachungs- und Innovationsprozesses der italienischen Handelskammern zur Unterstützung der digitalen Agenda auf italienischer und europäischer Ebene. Das Ziel hierbei ist eine optimale Anwendung der Informations- und der Kommunikationstechnologien, um die Innovation, das Wirtschaftswachstum und die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern.

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